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Die Welt im A-Block
oder Stuttgart zwischen Anarchie und Armut
Ein Fotoprojekt von Lutz Schelhorn

Am Anfang, die Detektive des Lebens wissen es seit Adam und dem ABC, steht das A. Wo aber wird alles enden – in Armut oder Anarchie? In Armut UND in Anarchie? Lutz Schelhorn – A wie Angels – geht dieser Frage vor der eigenen Haustür nach. Im angeblich reichen Stuttgart, das mal als „Großstadt zwischen Wald und Reben“ posierte, hat man den Gedanken an Anarchie und Armut verdrängt. Das muss sich ändern: Wer hier A sagt, muss auch A meinen. Der A-Zustand in der Stadt ist so existent wie die A-Bombe in der Welt.

Der Fotokünstler Lutz Schelhorn hat die A-Situation großformatig in seinem Atelier geschaffen und Menschen eingeladen, sich in dieser Szenerie schnell und frei zu inszenieren: Das A der Agentur für Arbeit steht aus aktuellen Gründen für Armut, das A für Anarchie hat uns die Geschichte längst geliefert. Die Buchstaben dienen als Kulisse für den A-Kommentar. Jeder Besucher bekommt das A seiner Wahl. Die Aussage der Darsteller entsteht während der Aufnahme, die Arbeit an einem Bild dauert nicht länger als eine halbe Stunde.

Die Resonanz auf die Aktion „Stuttgart - zwischen Anarchie und Armut“ war bisher enorm. Der Entertainer Michael Gaedt etwa entdeckt das A am eigenen nackten Körper, die Geschäftsführerin der Kunststiftung BW, Petra von Olschowski, hantierte mit dem A von Art, und die Sozialbürgermeisterin Gabriele Müller-Trimbusch breitet schützend die A-Arme aus.

Viele Menschen ließen sich bisher von Lutz Schelhorn fotografieren, so viele, dass er das A nach außen transportieren wird: Demnächst wird es ohne Ansage während einer Theatervorstellung über die Bühne getragen, es könnte durch die Fankurve eines Fußballspiels wandern – oder an der Rolltreppe von Breuninger stehen.

Jeder ist eingeladen, sich für das A seiner Haltung, seines Lebens zu entscheiden.

Die Tür des Ateliers in der Heilbronner Straße ist offen: Anmeldung jederzeit.


Joe Bauer

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